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Indonesien: Auf dem Mt. Bromo

Heiß, heiß, heiß…Bei den konstanten Temperaturen über 30 Grad stand mir der Sinn nach ein wenig Abkühlung. Wie gut, dass es auf Java so einige Möglichkeiten gibt, um frische Höhenluft zu schnuppern. Eine der besten Möglichkeiten dafür bietet der Bromo-Tengger-Nationalpark.

Nachts um drei aufstehen, das ist en vogue im kleinen Bergdörfchen Cemoro Lawang. Schließlich will keiner der Angereisten den Sonnenaufgang über dem riesigen Sandmeer verpassen, in dessen Zentrum der aktive Vulkan Gunung Bromo und der Berg Gunung Batok thronen. Dafür nimmt man auch gerne Temperaturen um den Nullpunkt und einen mühsamen Aufstieg im Dunkeln in Kauf. Ein bisschen zusätzliche Kletterei ist dann noch notwendig, möchte man einen tollen Platz abseits der beiden bekannten Aussichtsplattformen sichern, aber die Mühe lohnt sich doppelt und dreifach. Während die Jeeps weiter unten etliche Touristen im Dauerfeuer ausspucken, genießen wir in aller Seelenruhe die ersten Sonnenstrahlen, die den Morgennebel über dem Sandmeer zunächst wie ein Wolkenmeer erscheinen lassen.

Cemoro Lawang und Gunung Bromo am Nebelmeer
Links: Cemoro Lawang. Rechts: Gunung Bromo

Das Sandmeer ist im Grunde genommen eine riesige Caldera, die man komplett bewandern kann. Erst wenn sich der Nebel verzieht, erahnt man ihr Ausmaß. Sie entstand vor knapp 150.000 Jahren, in Folge des Zusammenbruchs eines 4500 Meter hohen Urzeit-Vulkans. Der Bromo-Vulkan ist somit ein Überbleibsel dieses Spektakels. Damals wie heute werden einmal im Jahr Blumen, Reis, Menschen oder Tiere geopfert. Okay, Menschen mittlerweile nicht mehr. Trotzdem ist mit dem Bromo nicht zu spaßen, da er noch aktiv ist und das letzte mal im Jahre 2010 ausbrach.

Um den Nationalpark zu besuchen, braucht man Zeit. Zuerst muss man die kleine, unscheinbare Stadt Probolinggo ansteuern. Am besten klappt das von größeren Städten wie Yogyakarta oder Surabaya. Von Probolinggo aus fahren Minibusse in das Bergdörfchen Cemoro Lawang, das direkt am Rand der Caldera liegt. Allerdings geschieht dies erst, wenn die Gefährte voll beladen sind. Und kann durchaus ein paar Stunden dauern, da die Einheimischen warten, bis auch das letzte Eckchen des Minibusses besetzt ist. Mindestens ein halber Tag geht so alleine für den Transfer nach oben drauf. Damit sich der Aufwand bezahlt macht, sollte man mindestens für zwei Tage in Cemoro Lawang bleiben. Die Vorteile liegen auf der Hand: Frische Luft, Stille (besonders am Nachmittag) und bombastische Aussichten.

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