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Tauchen und Schnorcheln auf den Philippinen

Die Philippinen gehören zu den besten Tauchspots der Welt. Aber bei einer Küstenlinie von über 36.000 Kilometern ist es gar nicht mal so einfach, den perfekten Platz zum Tauchen zu finden. Deshalb möchte ich hier ein wenig Licht ins Dunkel bringen für alle, die die Meereswelt erkunden möchten. Eine Übersichtskarte aller erwähnten Orte befindet sich unter dem Artikel.

Alona Beach auf Panglao Island
Alona Beach

Tauchen auf Panglao Island

Panglao Island im Südwesten von Bohol bietet massig Möglichkeiten zum Tauchen. Das beliebteste Revier ist wohl der Alona Beach. Dort habe ich übrigens meinen Tauchschein gemacht – nur zu empfehlen! Unzählige Korallen und Fische sowie eine enorm tiefe Steilwand machen den Erstkontakt mit der Unterwasserwelt unvergesslich. Fortgeschrittene Taucher finden sich hingegen auf der vorgelagerten Insel Balicasag wohl. Auch die wird von Panglao Island aus angesteuert. Am Alona Beach geht es übrigens etwas lauter zu. Der Ort hat sich zu einer beliebten Partylocation der Philippinen entwickelt – und das spricht sich immer mehr herum. Dementsprechend sind die Unterkunftspreise vergleichsweise teuer und Schlafmöglichkeiten schnell ausgebucht. Wer abseits vom Tauchen etwas Ruhe haben möchte, dem lege ich folgenden Tipp wärmstens ans Herz:

Tauchen auf Apo Island

Man sagt sich, Apo Island sei einer der besten Tauchgründe weltweit. Auch ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich die weitläufigen Korallengärten und ihre Bewohner erspäht habe. Und diese wahnsinnige Fernsicht! Das winzige Inselchen unweit der Studentenstadt Dumaguete ist zugleich ein Meeresschutzgebiet und bietet rundherum ein Dutzend einzigartige Spots für alle Schwierigkeitsgrade an. Allerdings kann mancherorts die Strömung ziemlich harsch werden. Einen Überblick über die einzelnen Spots kann man sich hier verschaffen. Selbst ohne Tauchausrüstung wird man seinen Spaß haben, da im Südwesten der Insel direkt am Strand Meeresschildkröten leben, die zusammen mit neugierigen Schnorchlern tagein, tagaus um die Wette schwimmen.

Apo Island und Panglao Island beleuchte ich hier noch ein wenig ausführlicher.

Der Tauchspot Apo Island
Apo Island

Tauchen in Moalboal

Moalboal ist ein beliebter Backpacker-Ort mit einem fabelhaften White Sand Beach. Doch vielmehr ist Moalboal bekannt  für seine Schwärme aus zigtausenden Sardinen, die man unter Wasser beobachten kann. Die meisten Reisenden steuern dafür Pescador Island an. Aufgrund dieser Einzigartigkeit ist Moalboal und Umgebung entsprechend stark frequentiert.

Tauchen mit Walhaien in Oslob und Donsol

In Oslob (im Süden von Cebu) und Donsol (Süd-Luzon) locken zwei Reviere, in denen man mit Walhaien, den größten Fischen der Meereswelt, auf Tauch- und Schnorchelkurs gehen kann. Allerdings sollte man sich genau überlegen, ob man das möchte. Besonders Oslob stand in letzter Zeit öfters in der Kritik, da die Einheimischen nicht gerade zimperlich mit den Walhaien umgehen und die Tiere durch Anfütterung immer wieder aus ihrem natürlichen Lebensraum gelockt werden. Mehr dazu kann man hier nachlesen. Einen der vielen Erfahrungsberichte findet man hier.

Das Tauchgebiet bei Donsol ist da schon wesentlich umweltbewusster. Allerdings liegt es bei vielen Travellern nicht auf der Reiseroute und wird dementsprechend seltener aufgesucht. Auf der der Karte nicht unschwer zu erkennen…Wenn man sich jedoch im Süden von Luzon aufhält, ist ein Besuch in Donsol definitiv eine Überlegung wert.

Mantigue (Magsaysay Island)
Mantigue (Magsaysay Island)

Schnorcheln auf Mantigue (Magsaysay) Island

Das beste zum Schluss: Magsaysay Island ist ein Paradies für Schnorchelfans. Die Insel ist noch ein absoluter Geheimtipp und kann gut innerhalb eines Tagesausflugs von Camiguin aus besucht werden. Nach 20 Minuten Bootsfahrt ist man bereits angekommen und kann sich in Ruhe den etlichen Korallenriffs widmen oder die Aussicht auf Camiguin genießen. Neben den tausenden Fischen, die sich entlang des flachen Wassers herumtreiben, leben auf der Insel selbst ca. 200 Fischer und Fischerinnen in einem kleinen Dörfchen. Sie gehören zu den freundlichsten und offensten Menschen, die ich jemals erlebt habe. Leider haben sie schon seit Jahren mit Androhungen der Zwangsumsiedlung zu kämpfen. Bleibt zu hoffen, dass die Insel noch lange so besteht wie sie jetzt ist.

Neben den erwähnten Spots gibt es sicherlich noch etliche weitere. Wohin es euch also verschlägt – niemals vergessen, Taucherbrille und Schnorchel einzustecken! Ergänzungen sind gerne willkommen.

4 Kommentare

  1. Habe vor ca. 1 Jahr mit dem Tauchen & Schnorcheln angefangen. Seitdem lese ich manchmal Studenlang auf Tauch Blogs, dabei verleire ich mich manchmal in den Blogartikeln, wie in deinem gerade. 😀
    Danke an der Stelle für die Mühe!

  2. nilo

    Sehr gerne 🙂 Bin gerade zufällig wieder in den Philis, tauchen auf Malapascua und aktuell Moalboal. Danach werde ich den Eintrag mal auf den neuesten Stand bringen 🙂

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