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Skandinavien 2007

Vier Länder in weniger als zwei Monaten? Ist zu schaffen, macht Spaß – aber im Nachhinein wäre für die Reise nach Skandinavien locker das doppelte an Zeit angemessen gewesen. Trotzdem war die erste Reise auf eigenen Füßen wohl auch die, die mir am stärksten in Erinnerung bleiben wird.


Im Jahr 2007 wollte ich mir einen lang gehegten Traum erfüllen: Ausbruch und Freiheit – wenn auch nur kurzfristig. So begab es sich, dass ich mir einen supertollen Bus bei eBay erwarb und mit ihm einige meiner besten Monate erlebte. Dazu gehörte auch der Sommer 2007: Vom 11. Juli bis zum 3. September erlebte ich völlig neue Formen von Verantwortung, Naturbewusstsein, Einsamkeit, Freude, Erholung, Heimweh, Vertrauen,… ich könnte ewig weiter aufzählen. Hinter jedem Stichpunkt steckt eine kleine Geschichte dieser Reise. Und wäre mir mein Laptop am Ende der Reise nicht entwendet worden, hätte ich wohl noch viel mehr Erinnerungen an diesen Trip griffbereit. Nicht nur war die Hälfte aller Reisefotos futsch, auch mein kleines, liebgewonnenes Reisetagebuch steckte in der entwendeten Laptop-Tasche. Autsch. Naja, die besten Erinnerungen bleiben ja im Kopf. Und vielleicht schreibe ich sie auch irgendwann mal nieder, bevor sie verblassen. Vorerst muss sich jedoch mit den Fotos vorlieb genommen werden.

Skyline Stockholm
Stockholm

Die Route sah wie folgt aus:

11.07. Schwerin – Lübeck
12.07. Lübeck – Kiel – Aabenraa Google's Flag for Denmark
13.07. Aabenraa – Nyborg – Sorø
14.07. Sorø – Kopenhagen
15.07. Kopenhagen – Malmö
16.07. Malmö – Lund
17.07. Lund – Jönköping
18.07. Jönköping – Gränna – Norrköpping
19.07. Norrköpping – Stockholm
20.07. – 24.07. Stockholm (Endlich mal länger als ‘nen Nachmittag!)
25.07. Stockholm – Uppsala
26.07. – 27.07. Uppsala
28.07. Uppsala – Stockholm
28.07. – 31.07. Stockholm
01.08. Stockholm – Grums
02.08. Grums – Oslo Google's Flag for Norway
03.08. Oslo
04.08. Oslo – Geilo
05.08. Geilo – Ulvik
06.08. Ulvik – Bergen
07.08. Bergen – Bakka
08.08. Bakka – Entlang der Straße nach Norden
09.08. Entlang der Straße nach Norden – Jostedalsbreen
10.08. Jostedalsbreen – Brigsdal
11.08. Brigsdal – Geiranger
12.08. Geiranger – Trondheim
13.08. Trondheim – Gebirgspass
14.08. Gebirgspass – Polarkreis
15.08. Polarkreis – Fauske – Bodø
16.08. Bodo – Å
17.08. Å – Svolvær
18.08. Svolvær – Moskenes
19.08. Fast die ganze Zeit im Auto verbracht, immer Richtung Norden
20.08. Rakkenes – Alta
21.08. Alta – NORDKAPP
22.08. NORDKAPP – Karasjok
23.08. Karasjok – Inari – Saarisjelkä Google's Flag for Finland
24.08. Saarisjelkä – Pyhäjärvi
25.08. Pyhäjärvi – Rovaniemi – Haukipudas
26.08. Haukipudas – Oulu
27.08. Oulo – Viitajärvi
28.08. Viitajärvi – Jyväsyklä
29.08. Jyväsyklä – Päijänne
30.08. Päijänne – Vääksy
31.08. Vääksy – Lahti – Helsinki
01.09. Helsinki
02.09. Helsinki – Tallinn Google's Flag for Estonia
03.09. Tallinn – Berlin

Unschwer zu erkennen, dass die Skandinavien-Reise in Tallinn ein jähes Ende fand. Der Grund war immense Reiseunlust aufgrund des oben geschilderten Diebstahls. Kaum zu glauben, dass ich dann innerhalb von ca. 36 Stunden die Route von Tallinn nach Berlin gemacht habe – immerhin stolze 1500 Kilometer in zwei Zügen. Da kam es auf die letzten 100 Kilometer von Berlin nach Cottbus auch gar nicht mehr an. Überhaupt ist anhand der Routenliste gut sichtbar, dass ich recht eilig unterwegs war, was ich hinterher ein bisschen bereue. Gerade auf den Lofoten hätten ein, zwei Tage mehr ganz gut getan. Und in Nordfinnland. Und im Undredal. Und und und. Die folgenden Fotos dokumentieren ansatzweise die erste Etappe der Reise über Dänemark und Malmö nach Stockholm.

In Norwegen war ich schließlich knapp drei Wochen. Drei Wochen von Oslo bis zum Nordkapp. Habe ich erzählt, dass ich gerne länger in einem der schönsten Länder der Welt verbracht hätte? Ein Wermutstropfen musste aber schon nach kurzer Zeit weggedrückt werden: Die unerbittliche Faust der Exekutive hat mich wie aus dem Nichts getroffen. Geblitzt mit 71 Km/h in ‘ner 60er-Zone. Naja, 11 Km/h zu viel werden ja wohl nicht so schlimm sein, dachte ich noch so. Es war ein Irrtum, der mir armen Noch-nicht-mal-Studenten 350€ zu stehen kam. Zum Glück haben die netten Polizisten mir einen Hinweiszettel mitgegeben, damit ich hinterher nicht mehr sagen kann, ich hätte nicht gewusst, wie es hier so mit den Bußgeldern aussieht. Jetzt klebt er in meinem Fotoalbum. Naja, der Rest von Skandinavien war super. Beste Natur, bestes Wetter, beste Mitfahrer (Grüße an Kathrin und Manu, hoffe euch geht’s gut!) – und es war wirklich gar nicht schlimm, mal einen Sommer auf Festivals zu verzichten!

 

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