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Südamerika 2012: Back in Peru

Die letzten Tage der Reise verbrachte ich in der gemütlichen Stadt Arequipa – idealer Ausgangspunkt für einen Besuch des Colca Canyons – und der kleinen Oasenstadt Huacachina.


Tag 27 (Eintrag vom 30.04.2012)

Arequipa ist echt cool. Hier habe ich jemanden kennengelernt, mit der ich ne kleine Wanderung durch den Colca Cañon unternehmen werde. Auf eigene Faust quasi. Normalerweise bieten sie ueberall in der Stadt gefuehrte Touren an, aber ich bin halt ein Geizkragen 😉
Also fix das wichtigste fuer zwei Tage und eine Nacht gepackt und am naechsten Morgen frueh um 4 hiess es dann Stiefel schnueren und ab dafuer. Der Cañon, ca. 150 km noerdlich von Arequipa, gilt als einer der tiefsten der Welt (vom hoechsten Punkt aus 600 m tiefer als der Grand Canyon) und dementsprechend muehselig war die Wanderung. Hinzu, also herunter, ging alles glatt – puenktlich zur Daemmerung fanden wir mitten im Cañon auf der anderen Seite des Flusses in einem kleinen Doerfchen (eins von dreien, die sich dort befinden, sogar noch ganz ohne Strom) eine Herberge bei einer lieben Mutti. Ich prophezeie jetzt schon, dass das Dorf nicht mehr lange ohne Strom bleiben wird und der Tourismus hier die naechsten Jahre noch ordentlich boomen wird.

Am naechsten morgen frueh um 6 ging es weiter durch die beiden Nachbardoerfer und ueber eine nette Oase mit Swimmingpools nach oben. Und immer dabei: Die Zeit im Nacken. 14 Uhr ging unser Bus zurueck nach Arequipa. Ich kann zwar stolz behaupten, dass wir es knapp geschafft haben, aber 1200 Hoehenmeter innerhalb von 3 Stunden waren wirklich kein Zuckerschlecken. Nicht weiterzuempfehlen! Dagegen war die Besteigung des Machu Picchu ein Klacks. Mann waren wir froh, Sitzplaetze im ueberfuellten und stickigen Bus bekommen zu haben. Da konnte auch die grauenhafte, unentwegt dudelnde peruanische Volksmusik nichts mehr dran aendern.

Tag 32 (Eintrag vom 05.05.2012)

Ohja, Huacachina ist wirklich so schoen, wie sie auf den Bildern rueberkommt. Natuerlich alles sehr touristisch aufgezogen, aber was soll man schon anderes machen, als Hostels, Restaurants und Aktivsportangebote zu bauen, wenn man eine Bilderbuchoase mitten in der Wueste hat?
Okay, “mitten” in der Wueste ist uebertrieben, schliesslich ist das laute und chaotische Staedtchen Ica nur wenige Autominuten entfernt. Vom Stadttrubel hoert man aber nichts, wenn man abends die Promenade an der Lagune entlangschlendert. Ich hab uebrigens noch nie in meinem Leben SO hohe Duenen gesehen. Die hochzusteigen ist echt ein hartes Stueck Arbeit. Nicht umsonst bieten viele Hostels Buggytouren ueber die Duenen (wie in der Achterbahn!) und Sandboarding (wie Schlittenfahren!) an. Spassig ist das auf jeden Fall, allerdings auch nicht ganz ungefaehrlich: Der Kiefer eines Mitstreiters beim Sandboarding war hinterher ziemlich demoliert …aber naja, no risk no fun, oder?

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